Auch für das Auto gilt „safety first“


Auch für das Auto gilt „safety first“

3600 Menschen starben 2012 auf Deutschlands Straßen. Das ist die niedrigste Zahl seit 1950, sagt Robert Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes. Gegenüber 2011 starben demnach 409 Menschen weniger (10,9 Prozent) bei Unfällen. 

Und dennoch: Jedes Menschenleben, dass durch einen Verkehrsunfall ausgelöscht wird, eines zu viel. In den Zentralen der Straßenverkehrslenkung, bei der Polizei und natürlich in den Laboren und Entwicklungsbüros der Automobiltechnik arbeiten hunderte von Fachleuten daran, die Sicherheit bei Kraftfahrzeugen stetig zu verbessern. Der Autozulieferer Magna etwa betreibt mit der ACTS GmbH & Co KG bei Frankfurt/Main ein ganzes Kompetenzzentrum, das sich ausschließlich mit Entwicklung und Testung von Komponenten und Systemen rund um die Fahrzeugsicherheit befasst.

Die konstruktiven Sicherheitseinrichtungen moderner Automobile lassen sich im Wesentlichen in zwei verschiedene Bereiche gliedern. Passive Sicherheitseinrichtungen sollen, wenn ein Unfall nicht zu vermeiden ist, die Folgen abmildern. Dazu zählen beispielsweise der Sicherheitsgurt, die Sicherheitskopfstütze, der Gurtstraffer, der Airbag, der Überrollbügel, deformierbare Lenkräder mit ausklinkbaren Lenksäulen, die Knautschzone, der Seitenaufprallschutz sowie konstruktive Maßnahmen zum Unfallgegnerschutz.

Aktive Sicherheitseinrichtungen dienen dem Zweck, einen Unfall zu verhindern oder in seiner Schwere herabzusetzen. Beispiele hierfür sind das Antiblockiersystem ABS sowie das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP.

Aber die Technik schreitet immer weiter voran. So ist mit Hilfe der Radartechnologie eine rund 20 Meter breite Rundumsicht um das Fahrzeug realisierbar. Auf diese Weise können Hindernisse in der gesamten Umgebung des Autos erkannt werden. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Sicherheitsanwendungen. So gibt es zum Beispiel inzwischen sogenannte Spurwechselassistenten mit Radarsensoren. Dabei wird der seitliche und hintere Bereich des Fahrzeugs gescannt, ob sich andere Fahrzeuge im toten Winkel befinden. Auch die Geschwindigkeit eines schnell herannahenden Fahrzeuges wird erkannt und als Gefahrenquelle angezeigt. Meist gibt es ein Farbsignal im Außenspiegel, dass bei Blinkersetzen (trotz Warnung) dann von einem akustischen Signal unterstützt wird. Einfachere Systeme arbeiten ohne Radar, aber mit Kamerasystemen und ohne Warn-Algorithmen.

Spurhaltesysteme sind schon länger im Gebrauch, auch oder besonders bei Lkw. Hier gibt es verschiedene Systeme. Meist rüttelt der Sitz oder das Lenkrad beim Verlassen der eigenen Spur ohne Blinkersetzen. Einige Hersteller haben sogar Systeme entwickelt, die im Notfall aktiv gegenlenken können.

Doch alle Technik nützt nichts, wenn die Persönlichkeit des Fahrers „nicht passt“. Zu den persönlichen Maßnahmen zählen Verhaltensweisen wie defensives Fahren, korrektes Einhalten der Verkehrsvorschriften oder Training der Fahrzeugbeherrschung, beispielsweise bei einem Fahrsicher-heitstraining.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/13005/