Bei Ladestationen ist noch viel zu tun


Bei Ladestationen ist noch viel zu tun

Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb, darüber sind sich Experten aus Wirtschaft und Politik weltweit einig. Im Masterplan der Bundesregierung, in den politischen Gremien der EU genauso wie in den USA und in Asien – überall wurden die Wegweiser für die automobile Entwicklung in Richtung Elektroauto gestellt.

 

Um aber Elektroautos überhaupt fahren zu können, wird innerhalb der Batteriereichweite eine entsprechende Ladestation benötigt. Bei der Ladestation für Elektroautos unterscheidet man zwei unterschiedliche Systeme. Es gibt einerseits die sogenannten Schnelllader und andererseits die „normale Ladestation“ für Elektroautos. Schnelllader werden überwiegend bei Stromtankstellen eingesetzt, weil es hier darauf ankommt, so schnell wie möglich wieder fahrbereit zu sein. Die normale Ladestation für Elektroautos eignet sich nach Angaben von Experten zum Beispiel für die Installation etwa in Parkhäusern. Sie wird aber auch im privaten Gebrauch häufig verwendet.

 

Der Vorgang des Stromtankens unterscheidet sich dabei kaum vom Kraftstofftanken. Elektrisch betriebene Autos müssen an die Stromzapfsäule herangefahren werden und der Stecker wird in die dafür vorgesehene Ladeeinrichtung am Auto gesteckt. Der Strom kommt direkt aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, deshalb kann man Elektroautos bei entsprechenden Anschlüssen auch an der Ladestation in der heimischen Garage betanken.

 

Problematisch für den Ladekomfort ist, dass es derzeit noch keinen einheitlichen Standard für Ladestationen gibt. Es ist also möglich, dass der Ladevorgang nicht an jeder Stromtankstelle gleich gut funktioniert. Allerdings will die EU jetzt rasch für Einheitlichkeit bei den Ladestationen sorgen und so der Elektromobilität in Europa helfen. „Spätestens in der ersten Jahreshälfte 2013 werden wir eine gemeinsame Norm für die Infrastruktur für Ladestationen festlegen, um die Entwicklung des Markts für Elektrofahrzeuge zu fördern“, kündigte EU-Industriekommissar Antonio Tajani im November in Brüssel an.

 

Es sind aber nicht nur die Standards, die man im Auge haben muss. Bei Schnellladern gilt es außerdem zu beachten, dass der Akku der Elektroautos nur zu 85 Prozent an der Ladestation geladen werden darf. Ansonsten besteht die Gefahr der Überlastung, die im schlimmsten Fall zum Batteriebrand führen kann.

 

Da es für die Batterie und ihre Haltbarkeit wichtig ist, den Ladevorgang schonend und möglichst über einen längeren Zeitraum auszuführen, meinen Experten, dass es eine Ladestation für Elektroautos überall dort geben sollte, wo ein Fahrzeug für längere Zeit abgestellt wird. Parkhäuser, Flughäfen, Einkaufszentren, Bahnhöfe oder auch die eigene Arbeitsstätte werden immer als geeignete Positionen genannt. Inzwischen sind Bestrebungen im Gang, dass in der Zukunft jeder öffentliche Parkplatz mit einer Zapfsäule für Autostrom ausgestattet werden soll.

 

Um die Attraktivität des E-Automobils weiter zu erhöhen, bieten immer mehr Hersteller inzwischen IT-Lösungen an, die das Stromtanken komfortabler machen sollen. So gibt es inzwischen entsprechende downloadbare Apps, die zum Beispiel die kürzeste Route zur nächsten Ladestation oder zurück zum Fahrzeug anzeigen. Zudem liefern entsprechende Apps weitere Informationen wie Kontaktdaten, Hinweise zur Benutzung oder die Entfernung vom aktuellen Standort bis zur Ladestation. Anhand der Ladeleistung und der Kosten pro Kilowattstunde errechnet die App außerdem den Gesamtpreis und die Dauer der Aufladung.

 

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/13005/